Meditation mit ihren Chancen und Risiken – Teil III
Newsletter #35 vom 03.01.2026
Ich wünsche Ihnen alles Gute für 2026, und freue mich über Ihr Interesse an meinem Newsletter.
Ich freue mich über das Vertrauen, dass Sie mir dadurch entgegenbringen, dass Sie mich mit meinen Beiträgen alle zwei Wochen in Ihren Posteingang einladen, und hoffe, dass Sie auch im neuen Jahr von meinen Berichten aus meiner Achtsamkeitspraxis profitieren werden.
Falls Sie zu den Menschen gehören, die sich für das neue Jahr einen bewussteren Umgang mit Ihren Ressourcen und eine gesündere Lebensführung wünschen, dann haben Sie vielleicht auch darüber nachgedacht, Ihre Arbeit mit Ihren Patient*innen oder Klient*innen in gleicher Weise zu gestalten.
Dass sich dadurch die Qualität Ihrer Beratungen und Behandlungen ebenfalls verbessern lässt, liegt nahe. Wenn Sie ausgeruht und offen zuhören, werden Sie auch nach mehreren Stunden mit anspruchsvollen Beziehungen und Lebensfragen noch zugewandter sein und danach mehr „Reserven“ haben, mit denen Sie in Ihren Feierabend gehen können.
Das trägt zu erhöhter Lebenszufriedenheit und Resilienz sowohl bei Ihnen als auch bei Ihren Patient*innen und Klient*innen bei.
Ich meine, dass zu einem verantwortungsvollen Therapeut*innendasein auch der offene Umgang mit eigenen Bedürfnissen, Stärken und Schwächen gehört. Selbstfürsorge als Psychotherapeut*in heißt auch, sich selbst als Instrument der eigenen Profession gut zu behandeln.
Je vertrauter wir uns mit eigenen Ängsten und Erwartungen fühlen, desto stabiler ist auch unsere Basis für die tägliche Arbeit „in der Beziehung – an der Beziehung“ mit unserem Gegenüber.
Was in meinen nun mittlerweile sechs Jahrzehnten als Psychotherapeut eine Konstante war, ist die Sehnsucht nach menschlicher Verbindung als einer der wesentlichen Beweggründe der bei mir Hilfesuchenden. Die Menschen dürsten nach engeren, besseren Beziehungen. Der Schlüssel zum Aufbau solch erfüllter Beziehungen sind die Fähigkeit und der Wille, sich zu öffnen, um Intimität zu teilen. […] Ich meine mit Intimität […] Nähe, Zuneigung, Vertrautheit – jede Form, die auf eine warmherzige, zartfühlende Öffnung von Mensch zu Mensch hinweist. Therapie […] sollte ein sicherer Ort sein, um diese Intimität zu erfahren und zu praktizieren.
Irvin Yalom, Die Stunde des Herzens (2025)
Mit Meditation trainieren wir unsere Wahrnehmung, unsere Aufmerksamkeit und unser Bewusstsein. Das schafft förderliche Voraussetzungen für die wichtigste Ressource unserer Arbeit als Psychotherapeut*in: unsere Präsenz.
Der Zugang, den wir durch die kontemplative Zuwendung zu inneren Prozessen erhalten, lässt uns auch mit belastenden Erfahrungen vertraut werden. Im „Normalfall“ werden wir das nicht anders registrieren als im Alltagsleben auch, und unsere eigenen Mechanismen haben, um damit umzugehen.
Was aber, wenn wir mit einem spirituellen Anspruch meditieren, der uns bewusst oder unbewusst erstrebenswert erscheinen lässt, „besondere“ Erfahrungen zu machen, ohne dass wir vielleicht sogar genauer sagen könnten, was das ist?
Wenn wir ein Schweige-Retreat besuchen wollen oder an einem Meditationswochenende teilnehmen möchten, das in einer Gruppe angeboten wird, die uns nicht vertraut ist, hilft uns eine vertrauensvolle Gruppe sowie eine kompetente Anleitung in diesem nicht-alltäglichen Rahmen, indem sie einen guten Rahmen für herausfordernde Meditationserfahrungen bildet.
Dieser Newsletter ist der dritte Teil einer Folge von Beiträgen, mit denen ich Ihr Augenmerk auf den verantwortungsvollen Umgang mit den Risiken der Meditation lenke.
Teil I widmete sich dabei den narzisstischen Fallstricken, die mit unseren Erwartungen an Meditation verbunden sein können.
In Teil II habe ich über die Frage der Breite und Tiefe unserer Aufmerksamkeit reflektiert und die Vor- und Nachteile meditativer Versenkung sowie der Ausweitung unserer Erkundungen unseres Bewusstseins gesprochen.
In diesem Teil III frage ich, was gute Hilfen dabei sein können, um mit dem Vorsatz „weniger Anspruch, mehr Lebensnähe“ zu meditieren.
Dafür scheinen mir folgende Aspekte bedeutsam:
- strukturelle Eigenschaften der Achtsamkeits- und Meditationspraxis
- Qualifizierte Meditationslehrer*innen
- Geeignete Formen der Meditation, gemessen an Erfahrungen und Erwartungen
Ich schreibe dabei aus meiner eigenen Erfahrung und vor dem Hintergrund meiner persönlichen Recherchen. Im Rahmen meiner Ausbildung zum Meditationslehrer findet ein intensiver Austausch über diese Fragen statt, sowohl was bisherige eigene Erfahrungen angeht, als auch die Anforderungen, die die Ausbilder*innen und Mentor*innen der Ausbildungsgruppen an uns zukünftige Lehrer*innen stellen.
Sie werden womöglich bei einzelnen Aspekt auch andere Haltungen finden oder vielleicht sogar auch schon andere Erfahrungen gemacht haben.
Halten Sie es mir bitte in diesem Fall zu Gute, dass ich mit meinen „Berichten aus der Achtsamkeitspraxis eines Psychoanalytikers“ immer meine eigene Perspektive beschreibe.
Teilen Sie mir gerne Ihre eigene Sichtweise mit, ich bin dankbar für Anregungen und den erfahrungsbasierten Austausch.
Eine ausführliche Literaturliste mit Verweisen auf Studien und Beiträgen in Fachzeitschriften habe ich der Web-Version meines Newsletters hinzugefügt, die Sie auf meiner Website finden.
Was die strukturellen Eigenschaften und Anhaltspunkte für qualifizierte Meditationslehrer*innen betrifft, so lassen sich meines Erachtens die wichtigsten Kriterien dafür gut zusammenfassen. Sie bilden und gestalten den Rahmen, der im Krisenfall einen nötigen Halt bieten kann, um die aufkommenden Erfahrungen teilen, einschätzen und bewältigen zu können.
1. Suchen Sie sich eine gute Anleitung
Viele Menschen probieren Meditation zunächst einmal alleine aus. Mit Hilfe bekannter Apps wie „7Mind“ oder „Headspace“ üben sie in angeleiteten Meditationen, sich zu entspannen, besser Stress bewältigen oder einschlafen zu können. Diese digitale Unterstützung ist so verbreitet und offenbar auch ausreichend wirksam, dass deren Kosten mittlerweile von vielen Krankenkassen zu einem großen Anteil übernommen werden.
Wer jedoch Achtsamkeitsmeditation oder auch andere Formen der Meditationspraxis in bestimmten Traditionen erlernen möchte, schaut sich nach einer gewissen Zeit oft nach einer Gruppe um, die in der entsprechenden Form oder Tradition praktiziert.
Hier scheint mir besonders wichtig zu betonen, dass in solchen Gruppen mitunter der Anspruch des jeweiligen spirituellen Hintergrunds eine Rolle spielt. Erwartungen an die Form, Dauer und Tiefe der Meditation können besonders bei Anfänger*innen einen Druck erzeugen, der dazu führen kann, dass unangenehme Wirkungen als „Anfängerschwierigkeiten“ abgetan oder spiritualisiert werden.
Das Problem dabei ist, dass man ja von einer solchen Gruppe auch lernen möchte, wie es „richtig“ geht.
Hier kommt meines Erachtens schnell der Vorteil eines bzw. einer erfahrenen Lehrer:in zum Tragen. Das können Trainer*innen der MBSR-Kurse sein oder auch spirituelle Lehrer*innen, wie zum Beispiel in Meditationszentren.
Ich profitiere sehr von der Anleitung meiner Lehrerin Christiane Wolf. Die in Los Angeles lebende Ärztin und leitende Lehrerin des „InsightLA Meditation Center“ vermittelt Meditation in der westlichen Vipassana-Tradition, die durch Jack Kornfield, Sharon Salzberg und Joseph Goldstein ebenfalls in den 1970er Jahren in den Westen gebracht wurden.
Ich bin auf Christiane Wolf aufmerksam geworden durch ihr erstes Buch „Die Kunst, Achtsamkeit zu lehren„, das sie gemeinsam mit Greg Serpa, einem klinischen Psychologen, 2015 veröffentlicht hat.
Darin vermittelt sie eine Form der Achtsamkeitsmeditation, die einige Ähnlichkeiten zur MBSR aufweist, jedoch nicht so streng an deren standardisierten Vermittlung in 8-Wochen-Kursen orientiert ist und auch andere Konzepten der buddhistischen Lehre einschließt, wie Gleichmut oder Mitgefühl. Die beiden Autor*innen betrachten die Achtsamkeit aus ihren beiden Perspektiven, der klinischen Psychologie und der buddhistischen Tradition.
Das sprach mich mit meinem persönlichen Hintergrund mehr an, so dass ich daraufhin ein Retreat gesucht habe, das sie anleitete, und dort meine ersten Erfahrungen mit einem mehrtägigen Schweige-Retreat gesammelt habe.
Seither bespreche ich mit ihr sowohl meine persönliche Meditationspraxis als auch meine Entwicklung als Lehrer in monatlichen Mentorings, die ich als sehr hilfreich erlebe.
Manche Gruppen laden sich externe Lehrer*innen in regelmäßigen Abständen ein, um gemeinsame Workshops ihre Meditationspraxis zu vertiefen. Das sind dann meistens Vertreter*innen bestimmter Linien wie im Zen (Soto, Rinsai etc.) oder Schulen aus den verschiedenen spirituellen Traditionen. Es gibt jedoch auch hervorragende Seminarhäuser im deutschsprachigen Raum, die ein großes Spektrum an Meditationsschulungen, Trainings, Retreats etc. anbieten.
Über welche Haltungen, Qualifikationen und Erfahrungen sollte ein*e gute*r Lehrer*in verfügen? Was sind besondere Qualitätsmerkmale, und woran können Sie sie feststellen?
Qualifizierte Meditationslehrer*innen zeichnen sich heute nicht nur durch eine solide eigene Meditationspraxis und die Weisheit aus, die aus einer tiefgründigen Reflexion von Wissen und eigenen Erfahrungen hervorgeht. Was wir erwarten, sind Sicherheits‑, Risiko‑ und Beziehungskompetenzen im Umgang mit sehr unterschiedlichen Lernenden – inklusive vulnerabler Personen mit hohem Risiko für belastende oder desintegrierende Erfahrungen.
Grundhaltung: Ethik, Machtbewusstsein, Integrität
- Klare ethische Rahmung: anerkannte Verbände fordern u.a. Gewalt‑ und Schadensvermeidung, Transparenz, Ehrlichkeit, Vertraulichkeit und das strikte Vermeiden sexueller oder finanzieller Ausbeutung von Schüler*innen.
- Bewusstsein für Machtgefälle: seriöse Leitlinien betonen, dass Lehrende die implizite Autorität im Setting reflektieren, aktiv Grenzen klären und Abhängigkeit oder „Guru‑Dynamiken“ vermeiden.
- Gute Lehrer*innen verpflichten sich zu eigener Praxis, Reflexion und Supervision, um unbewusste Motive, narzisstische Verstrickungen und „blinde Flecken“ zu bearbeiten.
Sicherheitskompetenz: Umgang mit Risiken und Nebenwirkungen
Sowohl eigene Erfahrung als auch die empirische Literatur zeigen, dass Meditation nicht nur hilfreich ist, sondern bei einem bedeutsamen Teil der Praktizierenden klinisch relevante Nebenwirkungen auslöst, auch bei bislang psychisch unauffälligen Menschen.
Was ich erwarten würde, sind
- Kenntnisse typischer Risiken. Studien berichten häufig Angst/Panik, depressive Verstimmung, traumatische Wiedererinnerungen, Dissoziation, kognitive Beeinträchtigungen, Derealisation/Depersonalisation, Insomnie und soziale Funktionsbeeinträchtigung, teils bis hin zu Suizidalität.
- Fähigkeit zur Differenzierung „normaler Schwierigkeiten“ vs. Schadensverlauf. Qualifizierte Meditationslehrer*innen kennen traditionelle Krisenphänomene, nehmen aber anhaltende oder funktionell einschränkende Symptome ernst und werten sie nicht vorschnell als „spirituellen Durchbruch“.
- „First do no harm“‑Orientierung. Neuere Trainings für Meditationslehrer*innen formulieren explizit Kompetenzen zu Screening, informierter Einwilligung, Sicherheitsmonitoring und rechtlichen Verantwortlichkeiten.
Differenzierte Anleitung nach Erfahrungsstufen und Vulnerabilität
Risiko und Art der Effekte hängen stark von Praxisform, Intensität, Kontext und möglichen Erkrankungen ab.
Qualifizierte Meditationslehrer*innen:
- Erheben im Vorfeld längerer Retreats oder intensiverer Meditationserfahrungen eine strukturierte Anamnese. Insbesondere Trauma‑, Psychose‑, affektive und Angstvorgeschichte, aktuelle Belastungen und Medikamenteneinnahme. Das kann auch in Form von Fragebögen erfolgen, die jedoch dann auch gelesen und ausgewertet werden müssen.
- Passen die Methoden an das Erfahrungsniveau der Teilnehmer:innen an. Unerfahrene Personen zeigen häufiger belastende Reaktionen bei fokussierter Aufmerksamkeitsmeditation über 20 Minuten allein, während körperbezogene Formen (Body Scan, achtsame Bewegung) in einer Studie weniger Nebenwirkungen aufwiesen.
- Arbeiten trauma‑sensibel. Neuere Fachliteratur und Fortbildungen empfehlen Ressourcenaufbau, Orientierung im Außen, Modulation der Expositionsdosis (z.B. Atemfokus nur dosiert, offene Achtsamkeit vorsichtig), flexible Anker und jederzeitige Unterbrechbarkeit.
- Kennen Grenzen und kooperieren mit Fachleuten. Gute Lehrende klären ihren Kompetenzrahmen und verweisen bei schweren oder anhaltenden Symptomen an Fachärzt:innen/Psychotherapeut:innen.
Didaktik und Beziehung: Transparenz, Monitoring, Containment
Neuere Sicherheits‑Guidelines für Achtsamkeits‑Programme betonen, dass Schaden auch durch unzureichende Didaktik und fehlende Begleitung begünstigt wird.
- Informierte Einwilligung: Teilnehmer*nnen werden vorab über mögliche positive und negative Effekte, typische Reaktionen und Alternativen aufgeklärt, statt nur „Benefits“ zu betonen.
- Aktives Monitoring statt „die melden sich schon“: spezialisierte Trainings zeigen, dass passives Warten auf Spontanberichte unzureichend ist; empfohlen werden strukturierte, möglichst niedrigschwellige und ggf. anonyme Rückmeldeschleifen zu Nebenwirkungen.
- Feinfühliger Beziehungsrahmen: Leitlinien heben die Bedeutung von respektvollem, nicht‑urteilendem Zuhören, Validierung schwieriger Erfahrungen und eines sicheren Rahmens für das Teilen vulnerabler Inhalte hervor.
- Flexibilität statt rigidem Curriculum: evidenzbasierte Achtsamkeitsprogramme empfehlen, das Protokoll zugunsten von Sicherheit anzupassen (z.B. kürzere Übungsdauern, mehr Orientierung im Körper, mehr Pausen), wenn Anzeichen von Überforderung auftreten.
Ich möchte Ihnen noch eine Zusammenfassung in Form einer Liste von Kriterien zur Verfügung stellen, die ihnen helfen kann, die Qualität sowohl struktureller als auch persönlicher Voraussetzungen zur risikobewussten Anleitung von Meditationen einzuschätzen.
Konkrete Kriterienliste (orientiert an Studien & Fachleitlinien)
Qualifizierte Meditationslehrer*innen wirken im Lichte der verfügbaren Forschung besonders vertrauenswürdig, wenn folgende Punkte erfüllt sind:
- Fundierte Ausbildung in einer anerkannten Tradition oder evidenzbasierten MBPs (z.B. MBSR/MBCT) inklusive Supervision und Lehrpraxis.
- Klare ethische Richtlinien, schriftlich einsehbar (Code of Ethics, Beschwerdewege, Umgang mit Grenzen, Sexualität, Geld, Vertraulichkeit).
- Explizite Sicherheits‑ und Risiko‑Kompetenz (Kenntnis von Meditation‑bezogenen Nebenwirkungen, Teilnahme an Fortbildungen wie „First do no harm“ oder trauma‑sensitiver Achtsamkeit).
- Strukturierte Abklärung von Vorerkrankungen und aktueller Belastung vor intensiveren Formaten (Retreats, längere Schweigezeiten, täglich >30 Minuten).
- Differenzierte Anpassung an Erfahrungsniveau (Einführung über einfachere, stärker verkörpernde Übungsformen; vorsichtige Dosierung fokussierter oder dekonstruierender Praktiken).
- Laufende Supervision/Intervision und Bereitschaft, bei komplexen Verläufen Fachpersonal einzubeziehen.
- Bereitschaft, Praxis zu stoppen oder zu modifizieren, wenn Symptome sich verschlechtern oder Funktionsbeeinträchtigungen auftreten, statt diese zu spiritualisieren.
- Schutz vor Übergriffen und Grenzverletzungen (keine sexuellen Beziehungen zu Schüler:innen, kein spirituelles Gaslighting, keine Heilsversprechen).
Quellen
- Die Kunst, Achtsamkeit zu lehren
- Doing no harm in mindfulness-based programs: Conceptual issues and empirical findings
- Defining and measuring meditation-related adverse effects in mindfulness-based programs
- Best Practice Guidelines for Mindfulness Teachers
- Ethical Guidelines for the Teaching of Unified Mindfulness
- Prevalence of meditation-related adverse effects in a population-based sample in the United States
- Adverse events in meditation practices and meditation-based therapies: a systematic review
- Unwanted effects: Is there a negative side of meditation? A multicentre survey
- Adverse effects of meditation: A review of observational, experimental and case studies
- The safety of meditation
- A5-Teacher-Leaflet.pdf
- The Teacher Matters: The Role and Impact of Meditation Teachers in the Trajectories of Western Buddhist Meditators Experiencing Meditation-Related Challenges
- Trainings in Meditation & Adverse Effects
- First Do No Harm
- Deep Dive: Mindfulness education could be doing more harm than good
- Best Practice Guidelines for Mindfulness Teachers
- Beyond serenity: Adverse effects of meditation and mindfulness in clinical practice
Welche Meditationsformen sind für Einsteiger*innen geeignet?
Grundsätzlich lassen sich dazu keine allgemeingültigen Antworten geben.
Nach meiner Erfahrung scheinen aber folgende Hinweise hilfreich zu sein:
Für vulnerable Menschen (z.B. bei psychischen Vorerkrankungen mit Ich-strukturellen Beeinträchtigungen wie PTBS, Borderline-Persönlichkeitsstörungen, psychotische Erkrankungen) eignen sich besser
- Angeleitete Meditationen
- kürzere Meditationszeiten am Stück und Retreat-Zeiträume
- Abwechslungsreiche Meditationsprogramme, die Körperverfahren wie den Bodyscan, Qi Gong oder Yoga mit Sitz-, Geh- oder Stehmeditationen verbinden
- Gegenständliche Meditationen
- Meditationsformen, bei denen die Breite der Aufmerksamkeit und Wahrnehmung geschult wird, nicht die Tiefe der Versenkung zur Erweiterung des Bewusstseins
Diese Liste dient auch für Einsteiger*innen zu Beginn ihrer persönlichen Meditationspraxis zur Orientierung.
Übrigens:
Wenn Sie als Psychotherapeut*in bzw. als Ärzt*in oder Psycholog*in in Aus- und Weiterbildung zur Psychotherapeut*in auch Achtsamkeitstechniken lernen möchten, um diese als eigene Praxis zu entwickeln und/oder auch eigenen Patient*innen zu vermitteln, biete ich für Sie ein spezielles Achtsamkeitsmeditationstraining im Frühling 2026 an. Wenn Sie sich dafür interessieren, tragen Sie sich gerne in meinen Email-Verteiler ein, der Sie in den nächsten Wochen zu diesem Kurs informieren wird.
Und jetzt: in die Praxis.
Mit herzlichen Grüßen aus Wuppertal,
Sönke Behnsen